Zuerst möchte ich dem gestrigen Urlaubstag Abbitte leisten. Eins hat gestern richtig gut funktioniert: Die Reservierung eines Campingplatzes. Stellt Euch vor, wir haben angerufen, dann wurden wir gefragt wann wir kommen wollen, wie lange und schon war alles reserviert. Ein Wahnsinn, das war bei unseren ersten Stationen anders. Unzählige Absagen, ewiges Surfen auf Campingplatzwebpages, Absagen, aber siehe da, es geht doch.
Ein weiterer Nachtrag zu gestern. Der deutsche Rucksackampelsprint in Grabelsdorf wurde im zweiten Versuch nach Fehlstart aufgestellt. Es wurde ein Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h erreicht. Eine grandiose Leistung, die vom nicht vorhandenen Publikum nicht goutiert wurde. Schade!

So, was war heute? Wir haben günstigere Backwaren am Campingplatzrestaurant entdeckt und bestellt. Hier wurden einige Cent gespart, die man in Alkohol investieren kann. Wir lassen uns Zeit und genießen das Frühstück und das Chaos auf unserem Tisch.

Den Teil der Radstrecke, den wir vorgestern ausgelassen haben, wollen wir heute nachholen. Der Weg führt uns zu einem netten Flowtrail, den wir todesmutig angehen. Sehr gemütlich und schön zu fahren. Kurz danach erklimmen wir, mehr schiebend als fahrend, die höchte Erhebung der Gemeinde St.Kanzian.

Ein schöner Platz und mit Aussicht auf die Karawanken.

Unsicher bin ich mir bei der Gestaltung des Baumes auf dieser Anhöhe und desssen vielleicht neue Funktion.

Soll man das als Schrein bewerten? Wurden hier Rituale gepflegt? Kommentare sind erwünscht.

Nun ja, wir fahren jetzt weiter zum nächsten Höhepunkt der Strecke: Zur Vitus Kapelle mit Wunschglocke. Ein fast ebener Platz um die Kirche hat sich wohl als Party-Area etabliert. Hier steht zumindest die erste stationäre Holztheke, die ich bisher fernab von irgendwelchen Zufahrtswegen gesehen habe.

An einem Baustumpf ist ein Aschenbecher und Flaschenöffner fest montiert. Wenn hier gefeiert wird, wie werden Getränke hier hoch transportiert? Hm, auch Herr Google schweigt dazu.
Jetzt geht es bergab und zwar in sehr engen Serpentinen. Zumindest für uns nur gut schiebbar. Es ist der Kreuzweg, der von der Kirche unten im Dorf hoch zur Kapelle führt. Alle 15 Höhenmeter steht eine Mini-Kapelle oder ein Kreuz. Bei soviel geistlichen Beistand sind wir unbesorgt und kommen natürlich unversehrt unten an. Wir haben gekonnt diverse Fahrradverbotsschilder ignoriert.
Der Flüssigkeits- und Kalorienverlust nach diesen Strapazen und dem weiterhin gigantischen, warmen Wetter sind nicht unerheblich. Frau Bewegmisch hat aber schon auf dem ersten Teil der Strecke der/die/das Grinzing Heuriger entdeckt (was ist der richtige Artikel für dieses Nomen?????) . Ein urige Kneipe, die durchgehend warmes Essen anbietet. Wie gemacht für uns.

Das Essen und die Athmosphäre sind grandios. Wir genießen und schwelgen.
Jetzt heisst es die letzten Meter zum Campingplatz erklimmen. Geschafft! Als Belohnung springen wir in den warmen Turnersee. So geht Urlaub.
Mittlerweile ist es 16:00 Uhr und wir bereiten uns auf ein seltenes Naturschauspiel vor: Regen! Vor uns, in den Karawanken, entlädt sich Blitz und Donner, bei uns kommt ein entspannter Regen an. Die Abkühlung nehmen wir mit.

Sehr entschleunigend ist so ein Regen, was nicht auf die Kniffel-Schlacht zutrifft, die spät Abends im Elfmeterschießen an Frau Bewegmisch geht. Ich gehe davon aus, dass das Kampfgericht bestochen wurde. Gute Nacht!

Hier noch unsere Radstrecke.

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