Es ist die Schlafkrankheit ausgebrochen, zumindest beim männlichen Teil der Besatzung. Vielleicht liegt es vielleicht auch einfach am anderen Schlafrhythmus, aber wer will bei diesem Mondschein schon in die Kiste?

Wir spulen 10 Stunden nach vorne. Das Frühstück ist ein schwarzer Kaffee bzw. Tee. An feste Nahrung ist in der Tat nicht zu denken. Noch zu prall gefüllt ist die Plauze vom Vorabend. Wir entspannen noch etwas,

aber mit gemeinsamen Kräften wird eine Radroute geplant. Auf die Räder und die Strecke führt uns direkt durch den Markt von Munster. Wir hätten gerne das Brot gekauft, aber es hat nicht in den Rucksack gepasst. Ehrlich!

Auch bei dem Huhn ergeben sich Transportprobleme,

also dämpfen wir unseren Konsumdrang und radeln langsam und stetig bergauf durch eine sehr schöne Wohngegend. Diese unterscheidet sich deutlich vom restlichen Munster, welches wir als nicht durchgehend hübsch einstufen wollen. Hier sind die durchaus angenehmen Wohngegenden immer wieder unterbrochen durch leerstehende Bruchbuden.
Der Asphaltweg wird zur Forststrasse und immer lohnt sich ein kleiner Stop um die Aussicht genießen.

Wer braucht schon Südtirol bei dieser Landschaft, naja zumindest fast.

Zwischendurch verweilen wir an mehreren Gedenkstätten, die an den 1. Weltkrieg erinnern. Wir treffen einen Franzosen, der mit uns eine Meinung teilt: Nie wieder!


Nach knapp 600 Höhenmeter erreichen wir einem Miniskiort , der glücklicherweise noch eine Berghütte bietet. Passt gut, Getränke und was zu Essen ist jetzt durchaus willkommen.
Die Aussicht passt schon mal.

Wir sind zumindest happy über die Sitzgelegenheit, die Aussicht, das Wetter und die Gesamtsituation.

So, aber jetzt bergab, aber die Trails nach unten begeistern nicht so richtig. Wie wollen uns nicht beschweren. Nach Ankunft auf dem Campingplatz springen wir zur Erfrischung in den Pool. Wir verweilen etwas, man könnte fast meinen, dass der eine oder andere Radler hier kurz pennt.
Wir radeln nach einer Dusche nach Munster, um unseren Aperol und Kohlehydratspeicher aufzufüllen. Der Italiener kann was. Sehr lecker.

Wir beenden den Tag gemütlich vorm Bus bei einem Nachtschlusssturztrunk.

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