Am nächsten Morgen sehen wir wo wir übernachtet haben. Gar nicht so schlecht.


Weiter geht es Richtung Norden. Wir sind mehr als überrascht. Die Ausblicke sind umwerfend und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.


Wir lassen uns nach Cala Gonone rollen. Motorradfahrer en masse, aber wir verstehen warum. Enge Kurven, gigantische Aussichten. Nach einem kurzen Spaziergang gönnen wir uns unser erstes Eis im Urlaub.

Wir machen einen kurzen Stopp oberhalb des Meeres und ruhen uns aus.

Im Internet haben wir einen sehr netten Campingplatz ausgemacht, der im benachbarten Orosei liegt. Luftlinie eigentlich nur wenige KM entfernt, müssen wir aber „nach oben“ auf die Verbindungsstraße,um dann wieder ins Tal zu fahren. Wir wählen in Google Maps eine Alternativroute, die uns wohl über die alte Verbindungsstraße führt. Kurz, gesperrt für LKW, Wohnmobile und mit Betonplatten gepflastert kriechen wir bei ca. 30 km/h den Berg empor. Erneut ist das Panorama atemberaubend und wir freuen uns nicht dauernd von Motorradfahrern überholt zu werden.
Die Kurven werden immer enger, selbst mit dem Viano kann ich sie gerade noch fahren, die Steigung liegt geschätzt bei mindestens 10%. Ich fahre auf eine Felsdurchfahrt zu, als mir ein Motorradfahrer auf meiner Seite begegnet. Ich bremse, was auch der Motorradfahrer tut. Ich komme direkt zum Stehen, mein Gegenüber rollt noch etwas weiter. Irgendwie intuitiv rolle ich rückwärts, um die Kollision zu vermeiden, was gelingt. Der Motorradfahrer bremst erneut und kommt auch zum Stillstand. Leider ist die Fahrbahn auch seitlich abschüssig, was dazu führt, dass der Motorradfahrer keinen Halt findet und in Zeitlupe zur Seite abkippt und umfällt. Motorrad und Fahrer schätzen wir zusammen auf eine gute halbe Tonne. Fitness nicht vorhanden, zu dritt heben wir das Moped wieder auf und setzen unsere Reise fort.
Der angepeilte Campingplatz ist schöner als erwartet und der Strand traumhaft. Hier bleiben wir vielleicht noch eine Nacht länger.



Übrigens, die Bar am Campingplatz ist richtig geil.

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