Beim Frühstück machten wir uns Gedanken, wie wir unsere weitere Reise gestalten könnten. Das kleine Dorf Bosia lag auf dem Weg und wird kurzerhand zum ersten Stopp erkoren. Ein Parkplatz war schnell gefunden und los ging es zu Fuß durch das Dorf.


Anfangs begeisterte uns das Dorf nicht so arg. Viele Häuser waren in erbärmlichen Zustand, andere durchaus sehenswert.

Mit diversen Schritten ging es nach oben zur Festung von der man wohl einen guten Überblick auf das Umland hat.

Leider konnten wir die Festung nicht besichtigen, aber der Blick auf die Dächer von Bosia war irgendwie filmreif.

Bei wie immer genialen Wetter geht es bergab über alte Stufen und enge Gassen.








So, wo jetzt hin. Naja, Strand wäre nicht schlecht. Dank diverser Apps kann man nette Spots am Wasser vorher im Netz erkunden. Sieht da, es funktioniert. Über eine kleine, engen Straße wird man an den Strand geführt und kann sich ein Plätzchen aussuchen.

Nach kurzer Zeit stellen wir fest: nur am Strand abhängen und manchmal schwimmen gehen ist nicht so unser Ding. Nachdem wir uns mehrfach im angenehm temperierten Meer abgekühlt haben, packen wir ein um im Städtchen Cabras unser Abendessen einzunehmen. Wir stellen fest, die Restaurants öffnen erst ab 20:00 Uhr. Wir vertreiben unsere Zeit in einem Café bei einem Fußballspiel der Serie A. Ein typischer Sonntag in Italien.

Die Straße verläuft quasi direkt an unserem Tisch entlang und somit ist für Unterhaltung gesorgt. Spätestens als ein reifer Herr mit seinem Auto eine Absperrung mit seinem linken Vorderreifen touchiert und sich damit einen Platten einhandelt, werden wir Zeuge von italienischer Hilfsbereitschaft. Mitten auf der Piazza im Halteverbot kommt das Auto zum Stehen und zwei Sarden wechseln dem kaum noch gehfähigen Fahrer sein Vorderrad. Fachgemäß wird ein Warndreieck aufgestellt und in 10 Minuten ist das Auto wieder fahrbereit. Mittlerweile hat das Restaurant geöffnet und nach Bezahlen der Rechnung im Café wackeln wir 500m weiter zum Abendessen.

So jetzt geht es zurück zum Auto.

Wir beschließen die Nacht am Meer zu verbringen. Nach 15 Minuten Fahrt ist der Parkplatz erreicht. Leider ist es zu spät um den Sonnenuntergang zu genießen, aber das Meeresrauschen beim Einschlafen ist herrlich.
3 Kommentare
Roland · 23. Mai 2022 um 11:40
Du sprichst immer von Italien und Italienern. Ihr seid doch in Sardinien. Ich bin mir nicht so sicher, ob die Sarden sich als Italiener fühlen. Jedenfalls war das früher, vor allem abseits der Strände, eher nicht so.
Euch weiter viel Spaß in Sardinien.
ku253 · 24. Mai 2022 um 07:37
Ich muss mich da nochmal mit einem Eingeborenen unterhalten wie er die Sache sieht. Ich werde berichten.
richdir · 23. Mai 2022 um 21:12
Sehr schön, spreche aus Lob und Anerkennung für den heutigen Beitrag. Ich bin quasi live dabei 😀😃🙂