Wir kommen heute nicht wirklich in die Gänge, weil der Tag mit leichten Regen beginnt und deswegen das Frühstück nach hinten verlegt wird. Beim Frühstück beschließen wir eine Runde um den See zu drehen. Das Wetter hat sich berappest und die Sonne zeigt sich.

Das kann man so lassen. Auf der anderen Seite des Sees flicken wir eine kleine MTB Tour ein, die sich als Knaller erweist. Wir fahren durch kleine Bergdörfer mit Charme.

Nach knapp 400 hm geht es bergab über einen Wanderweg mit Serpentinen, Steinen, alles was ein Biker so braucht. Fürs Protokoll, es ist die Route 4! Am Ende des Trails landen wir wieder auf der Straße, die um den See führt und wir genießen den Ausblick.

Nach dieser Strecke gönne wir uns einen Drink am See, Prost.

In der Zwischenzeit bezieht eine Familie aus Belgien den Nachbarplatz. Es scheint der Aufbau des Sonnensegels stellt den Bereichsleiter Infrastruktur vor mittlere Schwierigkeiten. Es darf nicht verheimlicht werden, dass die Aufbauaktivitäten vorbildlich mit Mundschutz vollzogen werden.. Nun allerdings beginnt eine Zeremonie, die sich In der Art und Dauer Ihrer Durchführung eher an den Aufbau einer festinstallierten Toilette erinnert. Bewaffnet mit Maske und Gummihandschuhe versucht man aber lediglich Frischwasser in das Reisemobil zu verbringen. Hier kommt es zur Involvierung sämtlicher Familienmitglieder, die bei der Durchführung mit Gesten, Laufwegen zwischen Wasserhahn und Reisemobil nicht geizen. Ich beobachte das Geschehen und stelle folgende Behauptungen auf: Entweder ist unser neuer Nachbar stolzer Besitzer eines 1000 l Frischwassertanks incl. eingebauten Whirlpool, oder der Wasserdurchsatz des Schlauchs ist nicht ganz optimal. Mir fällt recht schnell auf, dass unter dem Hinterreifen ein Knick im Schlauch ist. Um nicht in die Rolle des deutschen Besserwisser zu geraten hoffe ich, dass dies irgendwann auch dem Nachbarn auffallen wird. Es vergehen weitere 10 Minuten des wilden Treibens, bei dem der belgische Camper auch wirklich alles versucht die Wasserversorgung zu gewährleisten. Ich nehme mir ein Herz und entferne den Knoten aus dem Schlauch was zeitgleich auch dem Kommandounternehmen auf dem benachbarten Übungsplatz ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wir Camper sind halt eine große Familie.

Wie beschließen den Abend mit Spaghetti am Bus und eins, zwei Gläser Rotwein. Zudem fangen wir mit den letzten Sonnenstrahlen noch ein paar grandiose Ausblicke mit der Drohne ein.


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