Die Temperatur in Maribor hat sich deutlich erhöht. Schon am frühen Morgen knallt die Sonne herunter rund begleitet uns bei unserem Abbauaktivitäten. Es wird zur schweißtreibenden Angelegenheit, speziell als ich versuche die Fahrrräder im Inneren des Busses zu montieren. Über Wochen und Monate hat sich eine gewisse Routine entwickelt, die an diesem Morgen versagte. Hier ist der Übeltäter.

Es ist mir über geschlagene 30 Minuten nicht gelungen Annes MTB oder vielmehr dessen Vordergabel mit dieser Halterung zu verbinden. Die eingangs erwähnten, hohen Temperaturen sorgten dafür, dass ich mit meinem Schweiß den Innenraum unseres Busses in einen Pool verwandelt habe. Irgendwann hat es dann geklappt. Aaaah! Was eine Sch*
Nun denn, irgendwann ist auch dieser Abbau beglückt. Wir steuern zum Werkzeugkauf einen Baumarkt an und machen uns auf den Weg nach Graz. In Slowenien noch auf Landstraße in Österreich dann auf der Autobahn. Anne hat einen alternativen Übernachtungsplatz ausgemacht. Irgendwo an der Mur soll er sein, es gäbe auch irgendwie in einer Werkstatt auch eine Dusche und das Entgelt käme einem Verein zu gute. Alles klar? Klang irgendwie witzig. Auf den Bildern sah es eigentlich ganz gut aus, es zeigte Wohnmobile auf einer gepflegten Wiese. Nach kurzem Kontakt mit dem Vermieter bekommen wir einen link zur Navigation. Dem können wir nicht Folge leisten, da er uns direkt auf eine Baustelle leitet. Als wir verstanden haben, dass es hier nirgendwo hingeht durften wir den kompletten Weg wieder rückwärts fahren. Jetzt benutzen wir einen andern Weg, bei dem wir aber Google Maps als Fahrradnavigation verwenden müssen, andernfalls würde die Navigation uns nicht ans Ziel bringen.
Wir befahren interessante Wege durch einen Miniwald über eine Minibrücke, in eine Ansammlung von Häusern an einer ungeteerten Straße. Diese endet in einem Wendehammer, umringt von Hecken und Bäumen ohne jegliche Sicht, vollkommen im Schatten und bietet mit Glück Platz für drei Autos. Es gäbe noch diverse Kuriositäten aufzuführen, aber lassen wir das an dieser Stelle. Wir entschließen dem Vermieter mitzuteilen, dass wir den Platz nicht nutzen wollen und fahren zum offiziellen Campingstellplatz in Graz, der direkt neben einem Schwimmbad liegt. Es ist mittlerweile 14:00 Uhr und kurz nach Bezug des Platzes, nach Einnahme eines Snacks und einem Powernap, geht es los auf Radentdeckungsreise in Graz. Die Radrour wird nach 500 Meter jäh unterbrochen, weil sich der männliche Teil der Radtruppe gepflegt auf die Fresse legt. Kurz die Knochen gecheckt, soweit keine größeren Schäden, weiter geht es. Erster Stopp Weltkulturerbe Schloss Eggenberg. Wir bezahlen den Eintritt und die Führung für 16:00 Uhr und beschließen, dass dieser erste Abschnitt der miese war und der nächste richtig gut wird.

Tatsächlich die Führung ist kurzweilig, aber schon während der knapp 50 Minuten bin ich einem Schwächeanfall nahe, weil ich zu großen Pausen der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme ausgesetzt war.
Wir verlassen also den Schlossbereich und radeln in die Innenstadt, genauer, wir wollen zur Gösser Brauerei, die gerade ihr 125. Jubiläum feiert. Zuerst geht es über die Drau

und 500 Meter später haben wir einen Sitzplatz und warten auf Futter.

Hier ersparen wir der Leserschaft Bilder der vertilgten Speisen zu zeigen, man kann sagen alle wurden satt.
Es geht weiter in die Innenstadt. Die Altstadt ist echt sehenswert und viel schöner, winkliger als erhofft.

Kneipen gibt es en Masse, hier pulsiert das Leben.

Man bekommt auch noch gute Ratschläge mit auf den Weg.

Wir laufen weiter ziellos durch die „innere Stadt“, bis wir einen Stellplatz für unsere Räder gefunden haben. Ab jetzt geht zu Fuß weiter.

Wir wollen Richtung Schloss. Der Weg geht empfindlich nach oben, aber geschwitzt sind wir sowieso schon drei Mal, weil Graz uns mit 34 Grad überrascht hat. Auf halber Höhe zum Gipfel des Berges liegt der alte Burgstollen, der im 2. Weltkrieg Tausenden von Menschen Schutz geboten hat. Eindrucksvoll!

Irgendwann schaffen wir es dann doch und der Blick auf die Stadt und den Uhrenturm kann man so lassen.

Wir verweilen noch kurz bevor wir wieder mit dem Abstieg beginnen.

Es dämmert und wir suchen noch eine passende Bar für einen Schoppen.

Ein Mal rechts abgebogen stehen wir schon in der nächsten belebten Ecke von Graz und vor einer Bar, die uns hineinruft.
Immer wieder sind kleine Regenschauer im Anmarsch, die wir aber unter Sonnenschirmen verharrend überbrücken. Jetzt aber nach Hause, denn es sind immerhin noch 25 Minuten zu radeln.

Unser Timing ist perfekt. Wir kommen am Stellplatz an, nehmen eine Dusche, kommen zum Auto zurück und es beginnt ordentlich an zu regnen. So lässt es sich bloggen.

Hier noch unser Weg in der Innenstadt.

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