Aufbruch! 8.00 Uhr, fertig machen und los. Das Wetter hat sich weiter erholt und wir haben wieder strahlenden Sonnenschein, wir verlassen den Campingplatz. Die zu befahrenden Bergstrassen und deren Qualität ist weiter verbesserungswürdig bis semioptimal. Schlaglöcher, enge Strecken, Kurven, Kuppen, halt so alles, was man nicht braucht mit einem Campingbus. Wer glaubt in Deutschland seien die Strassen schlecht, der sollte hier mal Auto fahren.

Irgendwie überstehen wir die Strecke dann doch und treffen am ersten, geplanten Stop „Cita del tufo“ ein. Jetzt sind wir eher so die Geschichtsmuffel, aber die in Tuffstein geschlagenen Säulen für Gräber der Etrusker sind schon gewaltig anzusehen. Speziell, wenn man sieht mit welcher Genauigkeit man vor mehr als 2.200 Jahren gearbeitet hat. Hilfreich sind die ausgestellten Animationen, die Einblick geben wie es damals ausgesehen haben soll.

Nach knapp 1,5 Stunden fahren wir wieder ab und wollten uns eigentlich Pitigliano nur von der Ferne anschauen, das hätte sich schon gelohnt.

Nachdem wir eigentlich schon genug Städte gesehen haben, beschließen wir doch einen Rundgang durch das Dorf zu machen. Hammer!. Erneut eine Stadt wie eine Filmkulisse.

Enge Gassen, kleine Lädchen, Kneipen, Souvenirshops, sehr schön ist es hier.

Jetzt aber zur vorletzten Etappe, zu den Thermalquellen von Saturnia. Erneut fahren wir übelste Pisten und kleine Sträßchen bis wir es endlich geschafft haben. Wir können nur einen Campingstellplatz etwas weiter entfernt anfahren, da es auf dem normalen Parkplatz eine Höhenbegrenzung von 2,2 m gibt. Der ist leider recht weit ausserhalb, schätzungsweise 20-25 Minuten Fussweg zu den warmen Quellen. Wir beschließen dafür die Räder zu benutzen, was sich als hervorragende Idee erweist. Also, Sachen packen, Radfahren, noch ein paar Schritte gehen und schon sind wir da. Der Eintritt ist frei, dafür muss man sich den Badespass mit gefühlt 1000 weiteren Gästen teilen. Ist aber gar nicht soooo schlimm. Ziemlich cool, was die Natur da geschaffen hat.

Wir genießen das warme, schwefelhaltige Wasser (Ok, der Gestank ist nicht sooo geil) in der prallen Sonne, um dann nach 45 Minuten und einer warmen Dusche den Weg zurück zum Bus zu nehmen. Wer mal in der Nähe ist, sollte sich das schon mal antun!

Aber jetzt zum finalen Stop, nach Orbetello bzw. zur dazugehörigen Halbinsel. Nach ein paar Km Autofahren können wir das Meer schon fast sehen, zumindest am Horizont erahnen.

Wir buchen einen Platz auf einem der letzten Campingplätze, die noch offen haben und gehen direkt wieder los, um in einem Restaurant am Strand essen zu gehen. Kurz vorher geht gerade die Sonne unter. Ein würdiger Abschluss für einen ereignisreichen Tag.

Hier unsere heutige Reiseroute.


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